Via Creandi: Das Besucherzentrum von Leolux

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Clemens Briels

‘ Ich bin ein Geschichtenerzähler“
- Clemens Briels (1946) durch Karina Meerman -

Der Mensch Clemens Briels ist fast genauso facettenreich wie seine Arbeiten. Sein Haar, seine Brille, seine
Kleidung: Das Auge langweilt sich nicht. „Worüber wollen wir reden? Träume? Gute Idee!"

Die Beziehung zwischen Leolux und Clemens Briels reicht bis ins Jahr 1995 zurück, als Briels am Anfang seiner Künstlerkarriere stand. Er hatte gerade der Werbebranche den Rücken zugekehrt und tauschte seinen bequemen Posten des Art- directors gegen eine ungewisse Künstler-existenz ein. Viele träumen nur von einem anderen Leben als dem, das sie führen. Clemens Briels wagte es, diesen Schritt tatsächlich zu machen. Von Anfang an verkündete er, dass er ein weltberühmter Künstler werden würde und hat Recht behalten. Seine Werke hängen in Galerien auf der ganzen Welt und alles, was er anfasst, scheint ihm zu gelingen. Seine Kunst ist gefragt - auch bei Unternehmen. Sie wenden sich an ihn, um außergewöhnliche Werbegeschenke anfertigen zu lassen. Man findet seine Arbeiten daher auf den unterschiedlichsten Dingen: von Fußbällen bis Autos. Briels schreckt vor fast keiner Herausforderung zurück. Leolux war einer seiner ersten Auftraggeber. „Sie waren am Anfang bereits weitsichtig genug, um mich einzuschalten", sagt Briels. „Sie fanden damals schon, dass ich mehr könne, als nur zu malen." Er erhielt den Auftrag, Möbel zu entwerfen, und Briels machte sich an die Arbeit. „Wegen der fehlenden Fachkenntnisse entstanden sehr originelle Stühle", sagt er mit scheinbarer Ernsthaftigkeit. Das Ergebnis waren die Antipode-Esszimmersessel, deren Bezeichnung sich von der Briels‘schen Malphilosophie herleitet. Antipodismus ist die Kunst der Antipoden, d. h. die Welt von einem anderen Blickwinkel als dem gewohnten aus zu betrachten, eine selbst entwickelte Philosophie, die ihm internationalen Ruhm einbrachte. Der beste Ort, um in den Menschen Briels und sein Werk einzutauchen, ist das Clemens Briels Art Centre in Heusden (NL): 900 m² voller Skulpturen und Gemälde, in Briels unverwechselbarer Handschrift, aus spritzigen Farben und spielerischen Formen. Ein wahrer Augenschmaus, ganz gewiss, aber vielleicht auch ein wenig zu viel für die überforderten Sinne. Besucher lassen sich dankbar in die verschiedenen Leolux-Sessel fallen, um so das Feuerwerk der Eindrücke im eigenen Tempo aufnehmen zu können. Die Formen und Farben passen übrigens wunderbar zueinander. Warum stehen so viele Leolux-Möbel in Heusden? „Vieles von dem, was Leolux herstellt, finde ich schön. Deshalb habe ich nichts dagegen, mit Leolux assoziiert zu werden. Leolux ist für mich ein äußerst integeres Unternehmen. Sie liefern die höchste Qualität und dies in allen Farben, die man sich wünscht. Alle Farben: Das passt gut zu mir. The colour is the vehicle and the story is what it‘s all about. Ich bin ein Geschichtenerzähler und mein Medium ist die Farbe." Er malt das, was er sieht, was ihm passiert und Menschen, denen er begegnet. Er malt quasi eine Chronik unserer Zeit. Dies ist auch der Grund, weshalb so viele seine Arbeiten mögen. Ich tue, was mir Spaß macht, und das ist anscheinend genau das Richtige." Er hält lieber keine tief schürfenden Vor-träge über seine Arbeiten. „Wenn man ein Gedicht analysiert, bleiben nur Worte übrig; die Seele des Gedichts hat sich verflüchtigt. Aus dem gleichen Grund finde ich es unvernünftig, ein Gemälde bis auf den letzten Pinselstrich zu analysieren". Dennoch gewährt er einen überraschend tiefen Einblick in seine Gedankenwelt, wenn man ihn bittet, etwas über seinen gemalten Traum zu erzählen. Das Bild trägt den Titel „Life is nothing but a speck of sand that will blow away with time II". Das Leben ist nur ein Sandkorn, das von der Zeit davongetragen wird. Dies ist ein Hinweis auf die Unfassbarkeit des Traums. Es scheint, als ob die Hände auf dem Gemälde etwas zu fangen versuchen, das knapp außerhalb der Reichweite liegt. „Man sollte Träumen nicht hinterher jagen", sagt Briels. „Man muss sie träumen und hinterher loslassen. Wenn man ihnen nachjagt, erfüllen sie sich vielleicht nicht, und es bleiben keine Träume mehr übrig." Dies klingt merkwürdig aus dem Munde des Mannes, der sich den Traum erfüllte, der für andere ein Wunschtraum bleiben wird. „Ich habe meine Träume verwirklicht, das stimmt, aber das bedeutet nicht, dass ich immer wieder neue finden muss. Jetzt sorge ich dafür, dass es für mich immer noch Herausforderungen gibt. Ich bin bereits mit der nächsten zu Gange." Er zeigt auf ein ledernes Frauengesicht mit Griff, das auf dem Tisch liegt. Eine Handtasche, die direkt aus einem Gemälde stammen könnte. Modeaccessoires? „Handgearbeitete Damentasche. Ich sage voraus, dass es ein Welterfolg wird und ich träume davon, dass ich Recht behalten werden." Clemens Briels träumt davon, dass ihm die Träume nicht ausgehen werden.

http://www.clemensbriels.nl/

Werke von Clemens Briels sind auch über die Leolux-Design-Center erhältlich.

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