Scylla Gerard Vollenbrock


Designers

~ Gerard Vollenbrock ~

Alles hat die richtigen Proportionen

Griechenland stellt für den Designer Gerard Vollenbrock eine wichtige Inspirationsquelle dar. In seinem Studio auf der Insel Serifos arbeitet er seine Ideen in Skizzen und Arbeitszeichnungen aus. So ist auch das Erfolgsmodell Scylla entstanden, das nach einer Nymphe einer griechischen Sage benannt wurde, in der die Tochter Poseidons dramatisch in ein Meeresungeheuer verwandelt wird. Seine niederländische Herkunft ist in seinen Entwürfen jedoch überaus präsent. So bringt Vollenbrock zwei Welten zusammen! 

 

“Der Entwurf von Scylla zeigt deutlich mein Interesse für die Kunstbewegungen De Stijl und Bauhaus: strenge Linien, eine einfache und klare Form und Konstruktion, elegante, aber zurück- haltende moderne Materialien. Bei der Zusammenstellung von Scylla habe ich das Prinzip der ‘goldenen Proportionen’ angewandt, weil es altbewährt und zeitlos ist. Die griechischen Architekten machten vor dreitausend Jahren bereits davon Gebrauch. ‘Pan Metron Ariston’ – alles hat die richtigen Proportionen. Den Sitz und den leicht gewölbten Rücken habe ich in einer kontinuierlichen Form gestaltet. Nachdem ich die Zeichnungen – nach diversen Anpassungen – fertig hatte, habe ich ein Maßstabmodell gebaut. 

Tagelang habe ich das betrachtet, um sicher zu sein, dass der Entwurf die richtigen Proportionen hatte. Ich strich das Modell in einer neutralen Farbe und schickte es zu seinem künftigen Zuhause – zu Leolux. Dazu wickelte ich es in eine griechische Zeitung ein und verpackte es sorgfältig in einem stoßsicheren Karton. So konnte es die Schiffsreise von Athen in die Niederlande antreten. In Gedanken war ich immer dabei – denn so ganz alleine in einer Schachtel auf einem großen Schiff...! Einen Monat später traf es dann bei Leolux ein. Der Geschäftsführer erkannte es sofort an meinem Stil; natürlich auch wegen der Verpackung in der griechischen Zeitung. Er hielt das Modell wie einen Schatz in seinen Händen. ‘Wir haben es sofort adoptiert’, erzählte er. ‘Es traf hier ohne Namen ein, also haben wir es ‘Scylla’ genannt.’ 

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